Startschuss für „Die Physiker“ – Am Anfang war das Wort

Mit Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt hat für uns die Arbeit an einer neuen Produktion begonnen – und wie so oft startet alles ganz schlicht: mit den ersten Worten im Text des Autors.

INSPEKTORIN
(Die Kriminalinspektorin nimmt eine Zigarre aus einem Etui.)

Man darf doch rauchen?

OBERSCHWESTER
Es ist nicht üblich.

INSPEKTORIN
Pardon.
(Sie steckt die Zigarre zurück, Handschuhe werden angezogen)

„Die Physiker“ führt uns in eine abgeschlossene Welt: eine psychiatrische Klinik, in der drei Wissenschaftler leben, die alle behaupten, berühmte Genies zu sein. Doch schnell wird klar – hinter dieser scheinbar absurden Ausgangssituation verbirgt sich ein dichtes Geflecht aus Geheimnissen, Täuschungen und großen Fragen. Dürrenmatt verhandelt in seinem Stück auf ebenso kluge wie bissige Weise Themen wie Verantwortung, Macht und die Gefahren von Wissen.

Mehr wollen wir an dieser Stelle noch gar nicht verraten. Was wir aber schon sagen können: Bereits beim ersten gemeinsamen Lesen wird spürbar, wie viel Witz, Tempo und Abgründigkeit in diesem Text steckt. Zwischen Lachen und Nachdenken, zwischen Leichtigkeit und Ernst entsteht langsam eine Ahnung davon, in welche Richtung sich unsere Inszenierung entwickeln könnte.

Wir stehen noch ganz am Anfang – aber genau darin liegt der Reiz: Alles ist möglich.

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