Autor: Marcus Marschalek

  • Peta Klotzberg

    „Die Figur Stani, die Nichte von Zirkusdirektor Kari Bühl, ist ein Geschenk für mich als Schauspielerin“, schwärmt Peta Klotzberg, Ensemblemitglied des Rodauner Theater Sommers von Anfang an. „Nicht nur darf ich dabei mit den Geschlechterrollen spielen – lange war uns in den Proben unklar, ob ich jetzt „ein“ Stani oder „eine“ Stani bin – im Originaltext ist Stani der Neffe von Hans Karl Bühl – sondern das Autor:innenteam Bettina Schimak und Marcus Marschalek haben Stanis Texte auch erweitert und frisiert – und zwar aus dem vor hundert Jahren modischen Französischen ins heute vielerorts hippe Englische! Der Charakter – eine junge, aufstrebende, sich selbst wirklich gern reden hörende Person mit einem wankelmütigen Sinn für die Liebe – hat mich sehr schnell „gefunden“. Aufmüpfig, schnell im Tempo, ein bisserl aufdrängend und taktlos, halbgescheit und jedenfalls ehrgeizig, ist sie dennoch eine seltsam liebenswerte, quirrlige Zirkusfigur, ohne der der CIRCUS BÜHL wohl ruhiger und ein bisserl fader wär.“

    Peta Klotzberg sagt jeden dritten Tag, dass sie Schauspiel sein lässt, und das seit 25 Jahren – Es muss Liebe sein! Zum Status Quo sind ihr Community Projekte und Stückentwicklungen besonders ans Herz gewachsen, in denen die Themen und Texte aus Diskussionen und Improvisationen gewonnen werden.

    Sie inszeniert mit ihrem „laboratorium42 – verein für performance an nicht-theatralen Orten wie einem Erinnerungsbunker, einer ehemaligen Schule, Sternwarte, Hotel, Escaperoom oder zB. im Uhrenmuseum. Beim Klang und in der Musik sind das Wasser und der flow das Essentielle, deshalb heißt ihr KlangKunstKollektiv LIQUIDinfinity.

    Am Rodauner Theater Sommer schätzt Klotzberg den unglaublichen Teamspirit und Zusammenhalt, die Freundschaften im Ensemble und dass wir aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen und – Realitäten zusammenfinden um – jetzt schon zum Dritten Mal – gemeinsame eine Geschichte zu erzählen. Weiters mag sie die cleveren Textbearbeitungen durch die Intendanz und die Magie des Spielorts: Der Platz vor der Bergkirche Rodaun.

    https://LIQUIDinfinity.webador.at

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  • Markus Gold

    Markus Gold spielt in der Produktion „Der Schwierige“ beim Rodauner Theater Sommer den Artisten Brandstätter, der mit seiner Partnerin Agathe Kunststücke probt. Dabei verletzt sich Agathe und Brandstätter springt ein, brisante Briefe von Kari für Antoinette abzuholen. Es ist eine kleine Rolle, die aber dem ganzen Stück plötzliche eine neue Wendung gibt.

    Markus Gold macht das Theaterspielen großen Spaß, wie er sagt, „weil ich dabei in unterschiedliche Rollen schlüpfen kann, und weil es immer wieder neue Herausforderungen gibt. Das Erarbeiten einer Rolle, das Entstehen eines Stücks zu sehen, macht die Faszination und die nötige Motivation aus.“

    Seit 2019 ist er beim Rodauner Theater Sommer dabei und in die Rollen des Bullers bei frauJEDERmann und zuletzt in die Rolle des Agenten beim Rosenkavalier geschlüpft.

    Verbindend erlebt er die jahrlange Zusammenarbeit. „Es ist schön, wie aus Schauspielkollegen:innen Freund:innen werden, wir uns besser kennenlernen. Das gemeinsam immer wieder an Grenzen stoßen ist eine Herausforderung. Aber belohnt wird man dann allerdings zum Schluss, wenn es immer wieder diese faszinierenden und einzigartigen Momente gibt, wo wir diese Magie, diese Energie, die wir uns gegenseitig geben und vom Publikum bekommen, so stark spüren. Es macht einfach Riesenspaß die einzelnen Puzzlestücke entstehen zu sehen und am Ende diese wunderschöne und beeindruckende Gesamtbild am Aufführungsabend zu erleben. Ich bin sehr glücklich ein Teil diese Rodauner Theater Sommers zu sein.

  • Bernd Gratzer

    Bernd Gratzer betrachtet das Theaterspielen als eine Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen und kreative Ausdrucksformen zu erkunden. Seit seiner Kindheit steht er auf der Bühne, beginnend mit Rollen im Märchen-Theater. Als Mitglied der „Jungen Bühne Feldkirchen“ erweiterte er seine Erfahrung mit klassischen Stücken wie „Die Feuerzangenbowle“, „Der Hauptmann von Köpenick“ und „Der Trauschein“. Zudem war er zwei Jahre lang beim Jedermann am Domplatz in Klagenfurt als Teil der Tischgesellschaft aktiv.

    Nach einem zehnjährigen Abstecher in die Wiener a cappella-Musikszene kehrte Bernd Gratzer zur Schauspielerei zurück und tritt nun auf verschiedenen Wiener Bühnen auf. Derzeit spielt er im Rodauner Sommertheater in der Rolle des Ado Hechingen, einem als pedantisch und schwerfällig geltenden Mann, der jedoch beeindruckende Loyalität und Integrität zeigt. Bernd Gratzer liebt es, schwierigen Charakteren neues Leben einzuhauchen.

  • Michael Wachelhofer

    Michael Wachelhofer kommt ursprünglich eigentlich aus einem rein musikalischen Umfeld. Die letzten Jahre ist er mit seiner Rock-/Popband „Cornerstone“ um die Welt gezogen – und das relativ erfolgreich: (unter anderem) Tourneen durch die U.S.A. und Großbritannien, Notierungen in den Charts, Auftritte in London mit Mitgliedern von Iron Maiden, unzählige Interviews im TV, Radio und in den Printmedien… das Rampenlicht sowie die Bühne sind Wachelhofer daher nicht fremd. Und dass, obwohl er nach einem vollkommen missglückten Engagement als „Riffraff“ in der Rocky Horror Show vor vielen Jahren beschlossen hat, der Schauspielerei abzuschwören und „niiiiiieee wieder“ eine Bühne zu betreten…

    Seit letztem Jahr ist dieses „niiiiiieee wieder“ durch Filmdrehs mit (unter anderem) Oscar-Gewinnerinnen Kate Winslet und Natalie Portman sowie Engagements bei den Wiener Festwochen („La Clemenza di Tito“) und den diesjährigen Seefestspielen in Mörbisch („My Fair Lady“) dann allerdings doch eher Geschichte…, erzählt er. „Die Rolle des Feri Uhlfeld ist für mich interessant, da ich hier sowohl eine musikalische als auch eine schauspielerische Komponente ausleben kann. Ich liebe Herausforderungen, und mit einer Truppe aus zusammengewürfelten Musikern, die sich vorher alle nicht kannten, ein akzeptables Musikprogramm auf die Bühne zu stellen, das auch zum Stück passt, ist eine Challenge für sich. Demnach ist der Bandname der Zirkusband auch ‚Die Schwierigen‘“, so Wachelhofer grinsend.

  • Karin Brandl

    Karin Brandl

    Karin Brandl ist seit der Schulzeit dem Theater vor, hinter und auf der Bühne verfallen – ohne Theater wäre das Leben langweilig! Sie liebt es, in starke Frauenrollen wie zB die Mutter im „Zerbrochenen Krug“, Joanna in der „Wunderübung“ oder die Wirtin im gleichnamigen Stück von Peter Turrini einzutauchen. Beim Rodauner Theatersommer war sie schon bei der Produktion von Shakespeares Sommernachtstraum dabei.

    Sommernachtstraum 2023: Marcus Marschalek als Peter Squenz und Karin Brandl als Schnok (Löwe)

    Karin schätzt den Weg zum Ziel fast genauso wie die finale Darbietung selbst: ein nüchterner Text wird in der Szenenarbeit langsam lebendig – ein Werk entsteht und wird von Probe zu Probe sichtbarer.

    Heuer wird’s ein schmaler Grat zwischen Mäzenin und komischer Figur: Edine Merenberg wartet schon darauf, Ihnen ein paar Bücher zu empfehlen!

    Karin Brandl bei den Probenarbeiten zum „Schwierigen“ als Edine Merenberg im Juni 2024.