Kategorie: Rodauner Theater

  • Ines Fischwer

    „Schon als Kind spielten meine Schwester und ich gern unsere Lieblings-Serien nach. Da ich die Jüngere von uns beiden bin, suchte meine Schwester aus, wer ich sein sollte. Natürlich musste ich immer die blöden Leute nachspielen. Da hab ich mir insgeheim gewünscht, Schauspielerin zu werden und mir die Rollen selber aussuchen zu können,“ erzählt Ines Fischer. Ihr Wunsch hat sich nicht erfüllt, aber Theater-Spielen wurde zu ihrem Hobby, das sie nun seit ca. dreißig Jahren intensiv pflegt.

    Seit 2021 spielt sie auch bei dem Rodauner Theater Sommer. „Jedes Jahr wieder ist es für mich ein Highlight, dabei zu sein. „Heuer spiele ich eine Wahrsagerin. Ich mag diese Rolle. Sie bringt mich zum Nachdenken, auch über mich und die Zukunft.“ Das Leben wäre doch langweilig, wenn wir schon von Anfang an wüssten, wie unsere Wege durch’s Leben aussehen, so Fischer. Sie versuche, die Rolle der Wahrsagerin mit einem Augenzwinkern anzulegen. Fragen über die Vorherbestimmung und Zukunft werden mit Fragen beantwortet und am Schluss zerbricht dann auch noch die Glaskugel.

  • Andreas Fischer

    Als Lehrer stehe er eigentlich immer auf der Bühne, erklärt Andreas Fischer. Das sei sein Hauptberuf den er wirklich liebe. Daher war der Aufruf: „Wer möchte beim Jedermann mitspielen“, rasch beantwortet. Fischer übernahm die Rolle des Schuldners. Auf die Frage, was er am Theaterspielen so mag koimmt blitzschnell die Antwort: „Es ist die Herausforderung kurzzeitig die Rolle zu wechseln, wobei die Rolle schon ein wenig zu meinem Charakter passen muss, weil komplett verstellen, das gelingt mir wenig“. Im Schwierigen hat er nun nun als großer Mäzen des Circus Bühl jene Figur, die passt, denn hier moniert er die Verflachung der Konversation und mimt den großzügigen  Gastgeber der Soirée.

    Auch bei der Rodauner Inszenierung des Sommernachtstraum war er als Egeus, der Vater von Hermia, um eine gewisse Lebenshaltung bemüht.  Obwohl es immer eher kleinere Rollen sind, versucht Andreas Fischer gerade hier Präsenz zu zeigen. „Das Sommertheater Rodaun wurde rasch zu einer recht großen Familie, wo die Generationenunterschiede durch sensible Führung ausgeglichen werden“, meint Fischer, der als Herausforderung das genaue Textstudium sieht.

    „Kommunikation ist das,  was kein Mensch mehr heute kennt“ hat Hugo von Hofmannsthal dem Altenwyl in den Mund gelegt. „Dieser Schlüsselsatz passt genau in die heutige Zeit, wo es nicht nur aber gerade auch im Umfeld Schule an dieser Kompetenz fehlt“, sagt Fischer. Viele durchaus unterschiedlich Standpunkte und Meinungen könnten durch die Fähigkeit, richtig zu kommunizieren, wenn nicht gelöst, dann zumindest „im Rahmen gehalten“ werden, so Fischer.

  • Christian Kenngott

    „In andere Rollen zu schlüpfen und dabei viel über sich selbst und andere herauszufinden, hat mich schon als Kind fasziniert, wenn wir als Buben die Winnetou und Old Shatterhand Filme draußen beim Bach nachgespielt haben.“ erinnert sich Christian Kenngott.

    Die erste Rolle als Zacharias, der Zöllner, hat er als 8-jähriger nur bekommen, „weil ich der Kleinste war“. Danach ging’s über die erste Hauptrolle im Schultheater als Theophanes im gleichnamigen Stück von Theo Lingen fast direkt zur Aufnahmeprüfung im Reinhard-Seminar. Das Casting ging schief und Christian schlug eine bürgerliche Laufbahn ein, bis er schließlich über eine Kollegin zum Amateurtheater kam und seine Liebe, in Figuren zu schlüpfen, neu erwachte. Es waren ganz unterschiedliche wie beide Teile des Zwillingspaars Antipholis in „Komödie der Irrungen“, die Nummer 8 in „Die 12 Geschworenen“, der lüsterne Graf Almaviva in „Der tolle Tag“, einmal Jonathan und einmal Mortimer in „Arsen und Spitzenhäubchen. Sogar ein Muskelprotz war dabei oder das Fräulein Wehner in „Das Konzert“.

    Beim Rodauner Theater Sommer spiel Christian zum ersten Mal mit und freut sich schon auf das tolle Ambiente und das großartige Publikum. Ins Ensemble wurde er herzlich aufgenommen und spielt nun in „Der Schwierige“ die Rolle des Clowns Furlani, dem ungelebten Ich der Hauptfigur Kari. „Ich habe mich sofort in die Rolle verliebt. Furlani lässt seinen Gefühlen freien Lauf und das Kind in mir bzw. Kari darf wieder erwachen. Furlani weiß genau, worauf es wirklich ankommt. Er ist immer authentisch und glaubt an die große Liebe. Er ist, wie wir alle gerne sein möchten, aber es uns als Erwachsene mit unserer Rolle in der Gesellschaft oft nicht trauen.“

  • Bettina Schimak

    „In eine Rolle zu schlüpfen – für eine gewisse Zeit – und die eigene Welt auf den Kopf zu stellen – das ist die Lust auf der Bühne stehen zu dürfen“, sagt Bettina Schimak. „Lachen, weinen, zornig oder lustig zu sein. Und das nach einem Skript und nicht weil das Leben es gerade von dir will.“

    Beim Rodauner SommerTheater ist Bettina Schimak seit vier Jahren. Und sei ist mit Herzblut dabei, wie sie sagt. Im vergangenen Jahr war sie auch für Regie und Inszenierung verantwortlich. 2024 hat sie Freude „Antoinette“ spielen zu dürfen, erklärt sie.  Die Antoinett will sie als vielschichtige Figur, zwischen Leidenschaft und Selbstbestimmung, dem Beenden von Beziehungen und dem Erkennen, dass es einen Weg ohne Männer gibt (geben muss?) anlegen.

    Theaterspiel bedeutet für sie, einer Regie zu vertrauen und dennoch auch eigene Ideen einzubringen. Das Schöne daran sei es – jedes Jahr eine völlig neue Erfahrung machen zu können – mit Menschen, die die gleiche Lust am Spielen haben. 

    Bisherige Rollen waren: Die Arme Nachbarin bei frauJEDERmann, Valzacchi beim Rosenkavalier und nun 2024 Antoinette beim Schwierigen. Darüberhinaus hat sie an den Buchbearbeitung für den Rosenkavalier mitgewirkt und dort auch Regie/Co-Regie und die Verantwortung für Kostüm und Requisiten übernommen.

  • Anna Jakobson

    Anna Jakobson

    Anna Jakobson ist seit 2019 Teil des Ensembles des Rodauner Theater Sommers. Zum Theater kam sie über eine Freundin, die sie ermutigte, bei einer Produktion mitzumachen – ein Schritt, der sich für sie als Beginn einer intensiven künstlerischen Reise herausstellte. Eine besondere Herausforderung war dabei zunächst die deutsche Sprache, die nicht ihre Muttersprache ist. Doch gerade die Arbeit im Ensemble, das gemeinsame Proben und das gegenseitige Unterstützen halfen ihr, diese Hürde zu überwinden. Über die Jahre sind so nicht nur neue künstlerische Erfahrungen, sondern auch viele Freundschaften entstanden.

    Am Theater interessiert Anna Jakobson besonders die Verbindung von Körper, Sprache und Emotion. Ihre ersten Auftritte waren stark von Bewegung, Tanz und Gesang geprägt – Elemente, die für sie bis heute eine wichtige Rolle auf der Bühne spielen. Gleichzeitig wuchs mit der Zeit der Wunsch, sich auch schauspielerisch weiterzuentwickeln und neue Ausdrucksmöglichkeiten zu finden. Sie besuchte Schauspielworkshops, arbeitete intensiv an ihrer Stimme und ist seit einiger Zeit auch regelmäßig im Improvisationstheater aktiv, wo Spontaneität, Reaktion und Zusammenspiel im Mittelpunkt stehen.

    Auf der Bühne reizt sie vor allem die Herausforderung, innerhalb kurzer Zeit starke Emotionen sichtbar zu machen und Figuren zu entwickeln, die trotz kurzer Auftritte eine eigene Geschichte erzählen. Theater bedeutet für Anna Jakobson daher vor allem Teamarbeit, Vertrauen und den Mut, auf der Bühne Neues auszuprobieren. Besonders wichtig ist ihr das gemeinsame Entwickeln von Szenen und das Gefühl, Teil eines Ensembles zu sein, das zusammen eine Geschichte erzählt.

    Für sie ist Theater ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenkommen und gemeinsam etwas erschaffen, das es so nur im Moment der Aufführung gibt. Gerade diese Lebendigkeit und das Zusammenspiel von Bewegung, Musik, Sprache und Emotion machen für sie die besondere Faszination des Theaters aus.

  • Nela Jules

    Nela Jules Leidenschaft zum Schauspiel begann 2018 mit einen Workshop mit dem deutschen Schauspieler und Regisseur Thomas Höhne, organisiert durch den Kulturverein ArteFaktum. Sie wollt auf diesem Weg ihr Talent im Bereich Schauspiel testen. 

    Es folgte Schauspielunterricht bei Steven Ditmyer (Meisner-Technik), Alexander Fennon (Camera Acting), Georg und Rita Luksch (Schauspielunterricht an der Sprecher Akademie), Daniela Zeller (Ausbildung zur Sprecherin in „Freiraum Kommuniaktion“) sowie einigen Workshops und Seminaren (ArteFaktum Schauspiel-Akademie). 

    Probenfoto „Der Schwieriege“: Helene (Nela Jules) umarmt Antoinette (Bettina Schimak)

    Jules ist seit 2021 Ensemblemitglied beim Rodauner Theatersommer, wo sie für die Produktion der „frauJEDERmann“ in die Hauptrolle der Frau Jedermann schlüpfte, sowie in Shakespeare’s „Ein Sommernachtstraum“ 2022/2023 als Hermia zu sehen war. 

    Zwischendurch nutzt sie ihre Liebe fürs Reden für Ausflüge in die Moderation oder schlüpft immer wieder einmal in diverse kleine Rollen bei Werbung, Film und Fernsehen, wie derzeit für den „Rat auf Draht“-Spin off: Elternseite oder demnächst in einer ORF Fernsehserie.

    Seit 2018 lebt sie ihre komödiantische Seite bei den Dinnerleichen aus – einer Gruppe, die selbstgeschriebene Kriminalstücke im Rahmen von einem 3-Gang-Menü spielt, wo sie im mittlerweile dritten Stück Restaurantbesucher unterhält. 

    In ihrem Hauptberuf macht sie keinen Hehl aus ihrer Leidenschaft fürs Schauspiel und wirkte auch bei firmeninternen Kabarettdarbietungen mit.

  • Andrea Fischer

    „Theaterspielen ist eine großartige Ergänzung zu meinem vielfältigen Leben“, sagt Andrea Fischer. Eine Ergänzung, die vor 25 Jahren ihren Anfang in einer Laientheatergruppe in Mödling nahm.

    2019 erfuhr sie von der Neugründung des Rodauner Theater Sommers, bewarb sich und war als Teil der Tischgesellschaft in der Produktion „frauJEDERmann“ sogleich dabei. Auf „den Brettern, die die Welt bedeuten“, spielte sie dann 2022 in Shakespeares Sommernachtstraum den Schneider Schlucker, einen Handwerker.

    2024 wirkt sie als Freundin Nanni von Antoinette Hechingen in Hofmannsthals Komödie „der Schwierige“ mit. Eine Freundin, die Antoinette rät, sich doch mehr gegenüber Hans Karl zu distanzieren und nicht sich so „anbetend“ zu verhalten. Besonders fasziniert ist Andrea Fischer von dem Zusammenhalt, der gegenseitigen Unterstützung und dem Spaß in der bunten Theatergruppe des Rodauner Theaters.

  • Peta Klotzberg

    „Die Figur Stani, die Nichte von Zirkusdirektor Kari Bühl, ist ein Geschenk für mich als Schauspielerin“, schwärmt Peta Klotzberg, Ensemblemitglied des Rodauner Theater Sommers von Anfang an. „Nicht nur darf ich dabei mit den Geschlechterrollen spielen – lange war uns in den Proben unklar, ob ich jetzt „ein“ Stani oder „eine“ Stani bin – im Originaltext ist Stani der Neffe von Hans Karl Bühl – sondern das Autor:innenteam Bettina Schimak und Marcus Marschalek haben Stanis Texte auch erweitert und frisiert – und zwar aus dem vor hundert Jahren modischen Französischen ins heute vielerorts hippe Englische! Der Charakter – eine junge, aufstrebende, sich selbst wirklich gern reden hörende Person mit einem wankelmütigen Sinn für die Liebe – hat mich sehr schnell „gefunden“. Aufmüpfig, schnell im Tempo, ein bisserl aufdrängend und taktlos, halbgescheit und jedenfalls ehrgeizig, ist sie dennoch eine seltsam liebenswerte, quirrlige Zirkusfigur, ohne der der CIRCUS BÜHL wohl ruhiger und ein bisserl fader wär.“

    Peta Klotzberg sagt jeden dritten Tag, dass sie Schauspiel sein lässt, und das seit 25 Jahren – Es muss Liebe sein! Zum Status Quo sind ihr Community Projekte und Stückentwicklungen besonders ans Herz gewachsen, in denen die Themen und Texte aus Diskussionen und Improvisationen gewonnen werden.

    Sie inszeniert mit ihrem „laboratorium42 – verein für performance an nicht-theatralen Orten wie einem Erinnerungsbunker, einer ehemaligen Schule, Sternwarte, Hotel, Escaperoom oder zB. im Uhrenmuseum. Beim Klang und in der Musik sind das Wasser und der flow das Essentielle, deshalb heißt ihr KlangKunstKollektiv LIQUIDinfinity.

    Am Rodauner Theater Sommer schätzt Klotzberg den unglaublichen Teamspirit und Zusammenhalt, die Freundschaften im Ensemble und dass wir aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen und – Realitäten zusammenfinden um – jetzt schon zum Dritten Mal – gemeinsame eine Geschichte zu erzählen. Weiters mag sie die cleveren Textbearbeitungen durch die Intendanz und die Magie des Spielorts: Der Platz vor der Bergkirche Rodaun.

    https://LIQUIDinfinity.webador.at

    https://635c18463f49f.site123.me

  • Markus Gold

    Markus Gold spielt in der Produktion „Der Schwierige“ beim Rodauner Theater Sommer den Artisten Brandstätter, der mit seiner Partnerin Agathe Kunststücke probt. Dabei verletzt sich Agathe und Brandstätter springt ein, brisante Briefe von Kari für Antoinette abzuholen. Es ist eine kleine Rolle, die aber dem ganzen Stück plötzliche eine neue Wendung gibt.

    Markus Gold macht das Theaterspielen großen Spaß, wie er sagt, „weil ich dabei in unterschiedliche Rollen schlüpfen kann, und weil es immer wieder neue Herausforderungen gibt. Das Erarbeiten einer Rolle, das Entstehen eines Stücks zu sehen, macht die Faszination und die nötige Motivation aus.“

    Seit 2019 ist er beim Rodauner Theater Sommer dabei und in die Rollen des Bullers bei frauJEDERmann und zuletzt in die Rolle des Agenten beim Rosenkavalier geschlüpft.

    Verbindend erlebt er die jahrlange Zusammenarbeit. „Es ist schön, wie aus Schauspielkollegen:innen Freund:innen werden, wir uns besser kennenlernen. Das gemeinsam immer wieder an Grenzen stoßen ist eine Herausforderung. Aber belohnt wird man dann allerdings zum Schluss, wenn es immer wieder diese faszinierenden und einzigartigen Momente gibt, wo wir diese Magie, diese Energie, die wir uns gegenseitig geben und vom Publikum bekommen, so stark spüren. Es macht einfach Riesenspaß die einzelnen Puzzlestücke entstehen zu sehen und am Ende diese wunderschöne und beeindruckende Gesamtbild am Aufführungsabend zu erleben. Ich bin sehr glücklich ein Teil diese Rodauner Theater Sommers zu sein.

  • Bernd Gratzer

    Bernd Gratzer betrachtet das Theaterspielen als eine Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen und kreative Ausdrucksformen zu erkunden. Seit seiner Kindheit steht er auf der Bühne, beginnend mit Rollen im Märchen-Theater. Als Mitglied der „Jungen Bühne Feldkirchen“ erweiterte er seine Erfahrung mit klassischen Stücken wie „Die Feuerzangenbowle“, „Der Hauptmann von Köpenick“ und „Der Trauschein“. Zudem war er zwei Jahre lang beim Jedermann am Domplatz in Klagenfurt als Teil der Tischgesellschaft aktiv.

    Nach einem zehnjährigen Abstecher in die Wiener a cappella-Musikszene kehrte Bernd Gratzer zur Schauspielerei zurück und tritt nun auf verschiedenen Wiener Bühnen auf. Derzeit spielt er im Rodauner Sommertheater in der Rolle des Ado Hechingen, einem als pedantisch und schwerfällig geltenden Mann, der jedoch beeindruckende Loyalität und Integrität zeigt. Bernd Gratzer liebt es, schwierigen Charakteren neues Leben einzuhauchen.