Kategorie: Schauspieler:innen

  • Elisabeth Lederer

    Elisabeth Lederer

    Elisabeth Lederer steht seit den Anfängen der Open-Air-Produktionen in Rodaun auf der Bühne. Ihre Figuren sind oft besondere Beobachterinnen des Geschehens – Rollen, die zwischen Realität und einer zweiten, poetischen Ebene stehen und den Blick auf die Menschen und ihre Entscheidungen lenken.

    Elisabeth Lederer als Kartenleserin in der Produktion „Der Schwierige“

    Schon früh entdeckte Lederer ihre Begeisterung für das Theater und für große Bühnenstoffe, die sie über viele Jahre begleitet haben. Besonders faszinieren sie Figuren, die hinter die Oberfläche blicken – Menschen, die deuten, einordnen, verstehen wollen. In ihrer Theaterarbeit beschäftigt sie sich daher immer wieder mit der Frage, wie sehr unser Leben von Zufällen, Entscheidungen oder vielleicht doch vom Schicksal geprägt ist.

    Elisabeth Lederer als Wirtin in der Produktion „Der Rosenkavalier“

    Theater ist für Elisabeth Lederer ein Ort, an dem genau diese Fragen gestellt werden dürfen. Auf der Bühne interessiert sie vor allem das Spiel mit Wirklichkeit und Möglichkeit: Figuren, die in das Geschehen eingreifen, es kommentieren, es vielleicht sogar in eine andere Richtung lenken. Dieses Spannungsfeld zwischen Beobachten und Eingreifen, zwischen Wissen und Nicht-Wissen, macht für sie den Reiz des Theaters aus.

    Lederer Elisabeth als Mammon bei frauJEDERmann
    Elisabeth Lederer bei Probenarbeiten als Mammon zusammen mit Stefanie Pauly für frauJEDERmann

    Besonders wichtig ist ihr dabei der direkte Kontakt zum Publikum. Theater entsteht für sie immer im Moment – in der Begegnung zwischen Bühne und Zuschauerraum. Jede Aufführung ist anders, jeder Abend erzählt die Geschichte neu. Gerade diese Lebendigkeit und Unmittelbarkeit sind es, die sie am Schauspiel besonders liebt.

    Für Elisabeth Lederer ist Theater daher nicht nur das Erzählen von Geschichten, sondern immer auch ein gemeinsames Nachdenken über das Leben: über Entscheidungen, Zufälle, über Liebe, Sehnsucht und die großen und kleinen Wendepunkte, die ein Leben verändern können.

  • Sarah Schwarz

    „Agathe ist für mich ein junges Mädchen, in dem ich mich zu einem guten Stück ganz persönlich wiederfinde“, schmunzelt Sarah Schwarz, die zwar seit ihrer Kindheit auf der Bühne steht, bis jetzt jedoch vor allem Märchenfiguren in Familientheaterstücken verkörpert hat. „Dieses absolute Mitfühlen in emotionalen Krisen der engsten Freundinnen ist etwas, das ich selbst häufig erlebe“ gibt sie zu, „auch wenn ich teilweise etwas direkter und noch weniger zurückhaltend reagiere als Agathe. Deshalb musste ich mich von Anfang an beherrschen, nicht ganz so aufbrausend zu reagieren, wie ich es für meine Freundinen vermutlich getan hätte…“ Agathe, enge Vertraute von Antoinette Hechingen, leidet als ihre treue Seele ganz herzerweichend mit ihrem großen Idol mit, wenn dieses von Liebschaften gekränkt und Ehemännern gelangweilt wird.

    Zum Theater hat Sarah durch ihre Familie gefunden, in der auch immer viel und gerne in diversen Theatergruppen gespielt wurde.