Kategorie: Besuch der alten Dame 2025

  • „Die Physiker“: Erste Leseproben

    „Die Physiker“: Erste Leseproben

    Die Probenarbeit für unsere diesjährige Produktion von „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt hat begonnen – und wie so oft startet alles mit den Leseproben. Doch was passiert eigentlich in einer Leseprobe?

    Leseproben sind im Theater der erste gemeinsame Zugang zum Stück. Hier geht es weniger um fertiges Spiel, sondern um ein erstes Verstehen: Wer sagt was – und vor allem warum? Figuren, Beziehungen und Konflikte werden hörbar, noch bevor sie sichtbar werden. Der Text wird gemeinsam entdeckt, Stimmungen werden ausgelotet, erste Ideen entstehen. Für das Ensemble ist das die Phase, in der man sich orientiert, ein Gefühl für Sprache, Rhythmus und Tonfall entwickelt – und beginnt, sich den Figuren anzunähern.

    Auch bei uns stand zunächst das gemeinsame Lesen im Mittelpunkt. Doch schon bald haben wir den klassischen Sitzkreis verlassen. Wir sind aufgestanden, haben begonnen, Szenen auszuprobieren, Wege zu gehen, Beziehungen körperlich zu denken. Erste Dialoge wurden nicht nur gesprochen, sondern gespielt, hinterfragt und variiert. Ein bewusst offener Prozess, in dem vieles erlaubt ist – und genau daraus entstehen oft die spannendsten Ansätze.

    Denn schnell wird klar: „Die Physiker“ ist kein leichtes Stück. Hinter scheinbar absurden Situationen verbirgt sich eine präzise, fast schon gnadenlose Analyse von Verantwortung, Macht und wissenschaftlicher Ethik. Dürrenmatt schreibt mit scharfem Witz – und trifft dabei ins Mark. Das Lachen bleibt einem dabei nicht selten im Hals stecken.

    Die ersten Proben zeigen bereits, welches Potenzial in diesem Text steckt. Wir stehen noch am Anfang – im Suchen, Ausprobieren und Verwerfen. Aber genau darin liegt die Kraft dieser Phase: Alles ist möglich, nichts ist festgelegt.

    Und eines lässt sich jetzt schon sagen: Diese „Physiker“ werden bitterböse.

  • Premiere „Der Besuch der alten Dame“

    Premiere „Der Besuch der alten Dame“

    Es ist vollbracht! Ein Jahr Text- und Probenarbeit, Kostümnähen, Kulissenbau, Ablaufproben und das Komponieren von Musik haben ihren Weg auf die Bühne beim Rodauner Theater Sommer 2025 gefunden. Bei der Premiere waren wir ausverkauft und haben an einem wunderschönen, lauen Spätsommerabend unser Bestes gegeben – und das Publikum war begeistert!

    Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ ist ein Stück über Geld, Moral und die Frage, wie käuflich ein Mensch – oder eine ganze Gesellschaft – eigentlich ist. In unserer Inszenierung wurde aus der tragischen Komödie ein intensiver, atmosphärisch dichter Theaterabend mit großer Ensembleleistung, eindrucksvollen Bildern und viel Musik.

    Die Premiere war für uns als Team ein ganz besonderer Moment: Wenn nach Monaten der Vorbereitung zum ersten Mal Licht, Kostüm, Bühne, Musik und Schauspiel zusammenkommen und plötzlich alles ein großes Ganzes wird, dann merkt man, warum man Theater macht. Ein Abend, den wir alle nicht so schnell vergessen werden.

  • Casting: Der Startpunkt für „Der Besuch der alten Dame“

    Casting: Der Startpunkt für „Der Besuch der alten Dame“

    News vom 14. Nov. 2024

    Mit einem Casting hat für das Rodauner Theater die Arbeit an der Produktion „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt begonnen. Die Regie für diese Produktion liegt in den Händen von Marcus Marschalek, der sich gemeinsam mit dem Team auf die Suche nach den passenden Darstellerinnen und Darstellern für die Welt von Güllen gemacht hat.

    Gerade bei einem Stück wie dem „Besuch der alten Dame“, in dem viele Figuren die Stadtgemeinschaft bilden, ist das Casting ein ganz wesentlicher Teil der künstlerischen Arbeit. Es geht dabei nicht nur darum, einzelne Rollen zu besetzen, sondern ein Ensemble zusammenzustellen, das als Gemeinschaft auf der Bühne funktioniert. Denn Dürrenmatts Stück lebt davon, dass sich eine ganze Stadt langsam verändert – und diese Entwicklung muss man auf der Bühne als Gruppe erzählen können.

    Beim Casting wurde gelesen, improvisiert und ausprobiert. Manche Szenen wurden in verschiedenen Besetzungen gespielt, manchmal wurden Rollen getauscht, manchmal ganz neu gedacht. In diesem Prozess geht es nicht nur darum, wer „passt“, sondern auch darum, neue Seiten an Menschen zu entdecken und vielleicht jemanden in einer Rolle zu sehen, an die man zuerst gar nicht gedacht hätte.

    Das Rodauner Theater lebt von dieser gemeinsamen Arbeit: Von Menschen mit viel Bühnenerfahrung genauso wie von jenen, die vielleicht zum ersten Mal auf der Bühne stehen. Was zählt, ist die Freude am Theater, die Bereitschaft, Zeit und Energie in ein gemeinsames Projekt zu investieren – und die Lust, gemeinsam eine Geschichte zu erzählen.

    Mit dem Casting hat also nicht nur die Probenarbeit begonnen, sondern auch das Entstehen unseres Ensembles für den „Besuch der alten Dame“. Und damit der erste, wichtige Schritt auf dem Weg zur Premiere beim Rodauner Theater Sommer.